Das wichtigste Rennen in 2020 rückt immer näher und der Trainingsplan steht immer noch nicht. Der Spaß mit der Delta-Funktion ist ja ganz nett, aber das umzusetzen, dazu fehlt dann doch der Mut. Frankfurt ist eine Langdistanz und die sollte seriös vorbereitet sein und nicht mit einem Last Minute Training der brutalen Art.

Nun, ich habe mich entschlossen die Sache auch ganz seriös mit einem Spaßlauf anzugehen. Der Kurs ist gesteckt und gelaufen wird immer entlang der roten Linie. Ende Oktober, also rechtzeitig vor der Novemberplanung, soll das Ereignis stattfinden. Bleibt nur der letzte Sonntag im Oktober, herrlich. Die Strecke liegt ja schon fest, ich brauche nur noch eine Startzeit. Was passt besser als zur Frühschoppenszeit, 09:00 Uhr, Sonntags, Ende Oktober.

Frühschoppen:
Ein geselliges Beisammensein mit gemeinsamen Essen und Trinken, meist in Begleitung einer Musikgruppe.

Geil, das Ereignis ist es sicherlich Wert und braucht ein angemessenes Rahmenprogramm. Das Problem wird die Musikgruppe sein. Ich versuche mir vorzustellen wie eine Samba Percussion Band über die Dauer, die gebraucht wird entlang der roten Linie zu laufen, eine angemessene Performance hinbekommt. Ich denke dabei an die akustische Performance.

45km-Railway-Run-Ruhr (Blankenstein-Sünsbruch-Schee-Albringhausen-Wengern-Herbede-Das Kranz-Blankenstein Marktplatz)

Aber nun etwas zur Strecke. Die rote Linie ist etwas über 44km lang. Also mehr als 42.195 Meter. Aber auch nicht länger als 45.000 Meter. Also irgendwo zwischen Marathon und Mammutmarsch. Wohl mehr die Marathondistanz als die Mammutmarschstrecke. Es geht entgegen dem Uhrzeigersinn. Ob man damit ein wenig die Erdrotation ausnutzen kann, um das Ziel schneller zu erreichen, ist nicht ganz klar. Wie in der Skizze zu erkennen ist geht die rote Linie lustig rauf und runter. Ich denke es sind so an die 300 Höhenmeter. Das wird der Musikergruppe zusetzen, aber die müssen ja nicht mit. Die Höhenmeter sind über die Distanz betrachtet auch weniger wichtig. Erwähnenswert sind nur die letzten 1000 Meter. Hier zieht es nochmal kräftig und gnadenlos an. 25% der Höhenmeter liegen auf den letzten 0,5% der roten Strecke. In Fachkreisen ist der Abschnitt als Blankensteiner Wand bekannt oder Das Kranz. Wenn ich Das Kranz hinter mir gelassen habe geht es zum Ziel auf den Blankensteiner Marktplatz. Einen Empfang wie auf einem IRONMAN wird es dort nicht geben. Es wird mir keiner hinterbrüllen was ich beim Überqueren der imaginären Zielline sein werde. Es wird damit auf jeden Fall ein ruhiger Trainingslauf.

Support:
Nimm mit was du brauchst, an der roten Linie gibt es nichts.

Eigentlich hört der Spaß jetzt auf. Kein Support. Unterwegs kein frisches, kühles, klares Wasser. Nur durchgeschüttelte warme, klebrige Schweineplempe. Wenn die nicht reicht, dann gibt es Falten und es wird mega-heftig an den insgesamt elf Biergärten einfach so vorbeizuziehen. Also Bares wird nicht mitgenommen. Training ist eben manchmal auch hart. Damit aber etwas Abwechselung in das Trainingsprogramm kommt ist auch eine Bootsfahrt Teil der Strecke. 15m Flußüberquerung. Wenn das Schiff nicht kommt, nun gut, bin ja Triathlet. Dann, ja dann wird ein Umweg von 7km das Training zum Härtefall werden lassen und auf Teststrecke für den Mammutmarsch umgetauft. Die Fahrt mit dem Schiff ist der Anfang des Mentaltrainings. Die Häufung an Biergärten auf den letzten Metern ist kaum noch zu übertreffen. Bis zur Blankensteiner Wand.

Wenn ich also in naher Zukunft auf dem Blankensteiner Marktplatz bei einem gepflegten Cappuccino das Ende des Frühschoppens genieße, denke ich einmal drüber nach, ob ich über das Trainingsprogramm berichten sollte. Titel: In vier Wochen bis zum Railway-Run-Ruhr.

A-Triathlet 🙂

Frankfurt, preview ..
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