M312 Entscheidungsbaum

Der Front-Mann von A-Triathlet, der immer vorausläuft, der die großen Events plant, der die Karriere von A-Triathlet befeuert, also der, dem A-Triathlet immer nur hinterherfahren kann. Diesem Front-Mann …

312

… muss hier gehuldigt werden, denn er hat eine Entscheidung von tragischer Bedeutung getroffen.
312 sind die magischen Ziffern, die hinter dieser heroischen Entscheidung stehen. Die Ziffern, beinahe so bedeutungsvoll wie 314, die Anfangsziffern der Zahl PI. Wissen doch die richtigen Kurbeldreher, dass in der berühmten Zahl PI ein Rechenfehler stecken muss und sie eigentlich mit 312 beginnen sollte, wenn man einmal richtig am Rad drehen will.

Front-Mann will die 312 auf seinem Bierdeckel stehen haben und zwar jetzt in diesem Jahr.

Nun auch hier wissen die richtigen Kettenschleifer, dass es nicht um das Quantum von abgeschlürftem Kölsch auf einem Pappscheibenrad in irgendeiner Vereinskneipe geht. Nein es geht um 312 reale Kilometer. 312 Kilometer zusammenhängend an einem Stück. Zu fahren in 14 Stunden, ohne Pause. Da zuckt selbst A-Triathlet zusammen und läßt Gedanken aufkommen, ob eine Winterdepression vielleicht zu offensichtlichen Suizidgedanken geführt haben könnte.
312 Kilometer, eine Distanz bei der jede Trainingsrolle in den Spagat gezwungen wird. Eine Distanz, die zu garantierten Schwächeanfällen unserer elektronischen Trainingspartner führen. 312 Kilometer auf denen man zum Schluß nur noch sich, sofern noch etwas vorhanden ist, und seine Schmerzen, die garantiert alle anwesend sind, besitzt. Der Kopf, der schon bei der Anmeldung abgeschaltet war, und die Beine, von denen man bestimmt noch ein paar als Reserve bräuchte, fallen garantiert schon nach dem Prolog durch ihre Nichtexistenz auf.

@Front-Mann:
Hieraus kann man auch schließen, dass die Schmerzen in den Beinen nur Phantomschmerzen sein werden.

Wäre es nicht genug des Unfugs kommt eine weitere dramatische Ziffernfolge hinzu.

5050

5050 und hiermit ist nicht gemeint während der 312km langen Fahrt die Straßenzeitung Fifty-Fifty zu studieren, in der garantiert kein Streckenplan zu finden ist, sondern die in Metern gemessene aufwärts gerichtete Strecke. Die Mathematiker werden nun berechnen, dass 5050 Höhenmeter hinauf und 5050 Höhenmeter wieder hinunter keinen Gewinn an potentieller Energie bewirken. Das ist korrekt, aber ein Erkenntnisgewinn bleibt zurück. 5050 könnte auch der Adrenalinspiegel vor dem Start sein, während die 5050 Höhenmeter nur einem einzigen Zweck dienen. Den Phantomschmerz so schnell wie möglich herbeizuführen. Der Standard-Gläubige bekommt schon Muskelkrämpfe und Schwächeanfälle, wenn er den Kölner Dom per Aufzug besteigt und Front-Mann glaubt dies 32-mal während eines Stromausfalls auf die Kette zu bringen.

@Front-Mann:
A-Triathlet wird mit dir leiden, sowie alle weiteren angeschlossenen Einzelkämpfer. Aber nur bis zum Start, op des Irrsinns, der von dir getroffenen Entscheidung. Nach dem Start, ja, nach dem Start erwarten wir, dass du auf jeder Passhöhe die Vereinsflagge hisst und das letzte vom Fahrtwind zerfetzte Stückchen Stoff deutlich in die Finisher-Web-Cam drückst, damit wir Stolz sein können. Stolz, dass wir zwölf lange Stunden zuschauen konnten, wie du dich für unseren Verein ruinierst. Sollte dein Leihfahrrad die Strecke nicht durchhalten, denke an die Laufschuhe.

Wir wollen dich im Ziel sehen !

M312 map

Ich werde darüber berichten, was er Ganzes geleistet hat, ob er mein Front-Mann bleiben darf oder ob er mich hier sprachlos stehen läßt.

A-Triathlet 🙂

http://www.mallorca312.com/

@Front-Mann:
Eine Frage noch. Zwei Tage nach M312 steht Halbmarathon-Lauftraining auf dem Plan. Das geht doch, oder?

Tragische Entscheidung
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