Die fünfte Finisher-Medaille aus Indeland ist eingefahren. Geplant war etwas mehr. Das muss A-Triathlet fairerweise zugeben.

Das Ziel, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen, war ok, waren doch im Vorfeld des entscheidenden Rennens alle Pannen passiert, aus denen richtig gelernt werden konnte und die Wettkampfplanung dementsprechend korrigiert.

Bekanntlich wollen die Konkurrenten aber bei der Vergabe der Podiumsplätze ein gewichtiges Wort mitreden. Nun, das haben sie in Indeland eindrucksvoll gemacht. Die Argumente waren überzeugend und nicht so einfach von der Strecke zu fegen. Am Ende war die Distanz zur Konkurrenz denkbar knapp, aber leider meßbar groß. Doch wie heißt es noch: „Wer gewinnen will, muss auch verlieren können.“ So ist es und gut ist.

Dabei war es der perfekte Tag, es lief rund, von Anfang an, der Plan schien umsetzbar und das Ziel, den Titel zu verteidigen, erreichbar. Leider nur tapst man als AgeGrouper immer im Dunklen, was die Beobachtungsmöglichkeiten der Konkurrenz betrifft und lernt sie oft erst kennen, wenn Ergebnislisten studiert werden. Da hilft es nicht ein „Zeig Dich … “ in den Wind zu brüllen.

Der Indeland-Triathlon lebt von seinem Wetter. Es bringt die Würze in den Wettkampf. Der Wind ist immer dabei, mal weniger, mal härter. Diesmal war er dreist und frech und hart. Wehte er doch schon auf den ersten Kilometern alle Träume auf gute Zeiten davon. Der Wind in Indeland zeigt sich immer auf dem gleichen Abschnitt, als würde er fester Bestandteil der Strecke sein. Diesmal hatte er sein Revier deutlich ausgedehnt und schubste mit Vergnügen alles in den wind-mautpflichtigen Bereich. Wer dort den gewünschten Speed halten wollte musste zahlen. Die Währung: Energie, Körner. Wer sich in der ersten Runde zu spendabel zeigte, der wurde in der zweiten geschröpft. Wer keine Körner mehr in den Wind legen konnte, der musste mit Hoffnungspunkten nachlegen. Und auch die wurden gnadenlos abkassiert.

Der Wind ist ein fairer Mann in Indeland, er lauert jedem auf und läßt keinen entkommen.

Und dann gibt es noch die Sonne. Die Sonne in Indeland, sie geht langsam und sanft in den Tag, zeigt sich selten am Morgen, vergrault den Warmduschern nie den Neo. Ihr macht es nichts, wenn alle im Wasser frieren müssen. Sie wartet beharrlich auf das Finale und verbrennt alles was dem Wind entkommen ist. Dieses Jahr war die Sonne nicht da, sie hat dem Wind die Arbeit überlassen, in den Feldern die Spreu vom Weizen zu trennen.

Der Wind ein unfairer, geiziger, egoistischer Zerstörer jeder Art von Fortbewegung.

Der Indeland-Triathlon ist immer wieder schön und bleibt auch für 2020 eine Empfehlung. Die Vielfalt an Wettkämpfen, die Schwimmstrecke, die auch für Begleiter mit Cafe und Aussichtsplattform, Wettkampf-Feeling liefert. Einzigartig die Radstrecke mit einer rasanten Abfahrt in eine Braukohlengrube und einer quälenden, ätzenden Rampe zurück auf das flache Land. Die Laufstrecke durch Aldenhoven ist kurzweilig und wer keine Körner mehr besitzt, kann auch kostenlos frisches kühles Wasser bekommen. Spätestens im Ziel, im Römerpark, gibt es all das zurück, was Wind und Sonne abverlangt haben. Also wen treffe ich in 2020 in Indeland ?

A-Triathlet 🙂

Titelverteidigung, geplatzt
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