Seit Ende Juli diesen Jahres ist die Marke IRONMAN auch an der Börse verteten.

Die Marke IRONMAN hat während ihrer Lebenszeit schon mehrfach den Besitzer gewechselt. Zur Zeit wird sie von der Wanda Sports Group gehalten. Wanda Sports Group wurde 2015 gegründet, nachdem IRONMAN für 650 MillonenUSD den Besitzer wechselte. Mittlerweile gehöhren mehrere Marken wie auch Rock’n Roll Marathon, Lagardère Sports’ Endurance Division (21 Events mit 140.000 Teilnehmern) oder Infront Sports & Media AG, ein Schweizer Marketing Unternehmen, dazu.

Der Gang an die Börse ist nicht ganz geglückt, hatte man sich doch einen Erstausgabepreis von 9 USD erhofft. Die ersten Notierungen lagen bei 6 USD, also weit tiefer. Ursprünglich wurde mit einem Preis in einer Spanne von 12 USD – 15 USD gerechnet. Aktuell wird die Aktie um die 4 USD gehandelt. Das hört sich alles sehr gering an, doch bei 23 Mio. ausgegebenen Stücken wird schnell klar, dass es sich hier um dreistellige Millionenbeträge dreht.
Wer sich jetzt für kleines Volumen interessiert muss aber trotzdem tief in die Tasche greifen, denn gelistet ist die Aktie an der NASDAQ unter dem Symbol (WSG.O oder AKN: A2PNYR). Dort muss man für mindestens 100.000 USD anlegen, bevor man zuschlagen kann. Ob sich so eine Anlage als Kompensation für die dramatisch steigenden Startgelder rechnet, ist mehr als fragwürdig. Bei dem aktuellen Kursniveau hätte man die ersten Veranstaltungen schon auf pump buchen müssen.

Man braucht jetzt jedoch keine Angst zu haben, dass der IRONMAN Hawaii ein Opfer an der Börse werden wird. IRONMAN selbst will sich als Sport-Event-Veranstalter breiter aufstellen und immer wieder neue Rennformate anbieten, die dann mit Lang-Distanz-Triathlon nicht unbedingt im Zusammenhang stehen. Eine interessante Aussage war, dass die riesige Ergebnisdatenbank von IRONMAN, aus der man sehr einfach seine Ergebnisse, der letzten Jahre einsehen kann, wie auch die anderer Starter, mehr und mehr als Entscheidungsbasis für neue Events und Marketing-Aktionen verwendet werden soll. Hier geht es nicht um die erzielten Zeiten, sondern darum wer, wann an welchen Events teilgenommen hat und welche Startgelder er oder sie bereit waren zu zahlen. Sicherlich sind diese offiziellen Informationen gut angereichert mit den unzähligen Daten, die während einer Anmeldung zu einem IRONMAN erhoben werden.

Uns Triathleten, die nur den Sport betreiben wollen weil er Spaß bereitet und sich weniger um Marketing und Profitablität von Veranstaltern kümmern wollen bleibt nur zu hoffen, dass man Geschwindigkeit nur bedingt käuflich erwerben kann.
Laufen muss zum Schluß jeder noch selbst.

A-Triathlet 🙂

IRONMAN, an der Börse
300 views

Beitragsnavigation


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.